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Geschäftsberichte. Vertrauen durch Transparenz

Geschäftsbericht 2020 | 2021 
Vor Ort da sein für die Menschen.

 

Für die Menschen da zu sein, war für den Caritasverband in den vergangenen zwölf Monaten während der Corona-Pandemie eine Herausforderung. Als christlicher Spitzenverband und Träger eigener Einrichtungen beobachtete der Verband einen steigenden Bedarf an karitativen Angeboten.

Dank eines gemeinsamen Kraftaktes von Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen sowie politischen und kirchlichen Entscheidungsträgern erreichte die Caritas im vergangenen Jahr mit ihren Angeboten die Menschen und war ein zuverlässiger Partner in schwierigen Zeiten.

Hygienekonzepte, Besuchsverbote, Testpflicht, Impfstart – fast täglich mussten sich die 27 Altenheime des Caritasverbands auf neue Verordnungen und veränderte Gegebenheiten einstellen. Infektionsausbrüche und die damit einhergehenden Folgen brachten Führungskräfte, Pflegende, Hauswirtschafterinnen, Techniker und Mitarbeitende in der Verwaltung an die Grenzen der Belastbarkeit. Bereits zu Beginn der Pandemie war allen Handelnden klar, dass Besuchsverbote und Isolation für die Bewohner/-innen menschenunwürdige Zumutungen sind. Daher war es oberstes Anliegen des Verbands, individuelle Besuche, sofern vertretbar, zu ermöglichen.

In der ambulanten Pflege wurden enorme Anstrengungen unternommen, um pflegebedürftige Menschen bestmöglich zu versorgen. Dazu gehörten regelmäßige Testungen, das standardmäßige Tragen von FFP2-Masken und eine gute Ausstattung mit Schutzausrüstung. Die Erfahrungen aus der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 sowie die Einführung von Notfallplänen sorgten für mehr Handlungssicherheit im Umgang mit Corona-Infektionen unter den Mitarbeitenden und den Pflegebedürftigen. Zu beobachten war eine gestiegene Nachfrage nach Betreuung und hauswirtschaftlicher Unterstützung, da ehrenamtliche Helferkreise nicht wie gewohnt aktiv sein konnten.

Für Menschen mit Behinderungen war die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stark eingeschränkt, da viele Klienten/-innen in diesem Bereich zu gefährdeten Risikogruppen gehören. Alle Einrichtungen und Dienste – ob Werkstätte, stationäres Wohnangebot oder Heilpädagogische Tagesstätte – stellten laufend die Vereinbarkeit von Infektionsschutz und Betreuungsangebot sicher, mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein für ihre Klientel. Ein zuverlässiger Partner des Caritasverbands mit klaren Informationen und finanziellen Zusagen war in dieser Situation der Bezirk Oberbayern. 

Arme und obdachlose Menschen wurden in der Pandemie noch mehr an den gesellschaftlichen Rand gedrängt: Aufgrund der Corona-Pandemie mussten einige Einrichtungen und Angebote wie Begegnungsstätten schließen oder konnten wegen der notwendigen Hygienevorschriften weniger Bedürftige versorgen. Der Caritasverband reagierte mit angepassten und neu entwickelten Angeboten. Als Tafeln schließen mussten, verteilten Ehrenamtliche Essenstüten und -gutscheine. Vielerorts wurden Essensausgaben gestartet, wie etwa der „Foodtruck“ der Münchner Korbinian-Küche. In zentraler Lage am Münchner Hauptbahnhof werden dort warme Mahlzeiten aus einem Imbisswagen heraus verteilt. Dass bereits mehr als 100.000 Mahlzeiten ausgegeben wurden, beweist die Notwendigkeit dieses Angebots. Neue Wege ermöglichte das Erzbischöfliche Ordinariat München: Erstmals wurde in der Kirche St. Anton in München eine Essensverteilung der Caritas in einem Kirchenraum eingerichtet.

In allen Bereichen der Beratungsangebote stiegen die Fallzahlen, da die Pandemie die Not verschärft. Im Besonderen erhöhten sich die Fallzahlen in der Sozialen Beratung, in der Schuldnerberatung, aber auch in der Erziehungsberatung. Beispielhaft sei die Situation im Landkreis München genannt: Dort verzeichneten die Mitarbeitenden in der Sozialen Beratung im Jahr 2020 500 Beratungen mehr als im Vorjahr. In der Schuldner- und Insolvenzberatung wurden allein im Januar 2021 bereits 400 Fälle beraten – bei einer Zielvorgabe von 750 Fällen für das gesamte Jahr 2021. Die sozialen Beratungsstellen in den Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Menschen erweiterten die telefonische Hilfe und die Unterstützung über digitale Wege, um in Phasen des Lockdowns den Menschen weiter zur Seite stehen zu können. Die persönliche Beratung in Einzel- und Notfällen war darüber hinaus mit Schutzmaßnahmen gewährleistet.

Dass sich die fünf beruflichen Schulen des Caritasverbands schon seit geraumer Zeit intensiv mit digitalem Unterricht auseinandersetzen, zahlte sich während der pandemiebedingten Schulschließungen aus. Der Unterricht wurde unter Einsatz digitaler Medien gestaltet. Schüler/-innen und Lehrer/-innen arbeiteten von zu Hause aus und kommunizierten über Lernplattformen. Gleichzeitig wurde an belastbaren Hygienekonzepten gearbeitet, um, wann immer möglich, Präsenzunterricht sicher zu gestalten.

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Geschäftsberichte Archiv

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und Zahlen zu den Einrichtungen, Angeboten und Schwerpunkten der Arbeit des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising e.V. der vergangenen Jahre.

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