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Kardinal Reinhard Marx im Gespräch mit Bewohnern und Bewohnerinnen des neuen Caritas Altenheims Don Bosco. | © Foh/Caritas München-Freising

Neues Caritas Altenheim Don Bosco eingeweiht

Pressestelle der Caritas München und Oberbayern , München, 28.11.2023

Unter Beteiligung zahlreicher Ehrengäste, Bewohner/-innen und des Caritas-Vorstands hat Reinhard Kardinal Marx am Montag in Germering das Caritas Altenheim Don Bosco samt neuer Kapelle und Altar feierlich mit einem Gottesdienst eingeweiht. „Das Haus ist ein Zeichen Gottes mitten unter uns“, betonte der Erzbischof von München und Freising. In einer Zeit, in der das Alter unberechtigterweise wenig zähle („das Wort Überalterung regt mich auf“), sei es umso wichtiger, den Prozess des Alterns in Würde zu vollziehen. Das Haus Don Bosco leiste dies, stifte Gemeinschaft, verbinde die Menschen miteinander und habe „alle Dimensionen des Altwerdens im Blick – vom betreuten Wohnen bis zur palliativen Versorgung“, so Marx. Der Kardinal dankte besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, „die das Konzept vom Altern in Würde und Zuwendung lebendig werden lassen“.

„Alt werden ist nichts für Feiglinge“, zitierte der Erzbischof ein Bonmot des 2014 verstorbenen Schauspielers Joachim Fuchsberger und sorgte für Heiterkeit bei den Seniorinnen und Senioren, die bereits seit dem Frühsommer in den Wohnungen leben oder vollstationär gepflegt werden. Sein Rat als 70-Jähriger fasste Marx in den vier L zusammen: Laufen, Lernen, Lachen und Lieben. Laufen, weil Bewegung und frische Luft wichtig für den Körper sei. Lernen und neugierig bleiben, hinschauen, lesen empfiehlt er für den Geist. Lachen, weil es ohne Lachen kein Glück gebe: „Humor ist wichtig, auch wenn es zwickt im Rücken“, so Marx. Und Lieben im Sinne von „sich nicht verschließen im Alter, den anderen entdecken, miteinander sein“.

Raum für ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben im Alter

Caritasdirektor Prof. Dr. Hermann Sollfrank dankte Marx für seine Verbundenheit zur Caritas und erinnerte an den Namensgeber und Patron des alten und neuen Altenheims, den heiligen Don Giovanni Bosco. Mit seinem sozialen und seelsorgerischen Engagement habe der Priester bereits im 19. Jahrhundert Maßstäbe im Umgang mit Menschen gesetzt, „die bis heute Gültigkeit besitzen. Weil sie universell sind: Achtung vor der Würde und Autonomie der Person, Nächstenliebe. Werte, die wir als Caritas täglich leben und in die Gesellschaft tragen.”

Mit dem modernen Neubau und dem Leitmodell der Konsequenten Bewohnerorientierung werde dem Anspruch der Caritas „Nah. Am Nächsten“ Rechnung getragen. Beides schaffe Raum für vielfältige Angebote für die hier ansässigen Seniorinnen und Senioren, „Raum für ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben im Alter”. Die Konzeption des Projekts sei in enger Abstimmung mit der Stadt Germering und der örtlichen Pfarrei erfolgt, das Ergebnis eine moderne, zentral gelegene Quartierslösung für ältere Menschen mit Öffnung in den Sozialraum und Anbindung an den benachbarten Erikapark.

Das „Altenheim plus“ wurde sehnsüchtig erwartet

Ein „Altenheim plus“ nennt die erfahrene Einrichtungsleiterin Monika Ueltzhöffer das neue Haus wegen der breiten Angebotspalette und des Leitmodells der Konsequenten Bewohnerorientierung. Beeindruckt habe sie, „dass die Germeringer sich so sehr auf uns gefreut haben: Wir warten schon“, habe es allerorten geheißen.

Priorität für soziale Angebote in Kirche und Politik

Altenhilfe sei eine langfristige Angelegenheit, unterstrich der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands München-Freising. Die Bedarfe entwickelten sich über Jahrzehnte und blieben über Jahrzehnte stabil bestehen. Deswegen sicherten die zukunftsfähige Konzeption und der nachhaltige Betrieb von Don Bosco die kommenden Dekaden. Besonders wichtig sei ihm als Caritasdirektor, dass alle Akteure an einem Strang zögen, sich gut vernetzten, Synergien nutzten. So bestünde eine enge Kooperation innerhalb der Stadt mit der Pfarrei, dem Hospizverein Germering, der sozialen Beratung „Germeringer Insel“ und weiteren Trägern. „Dafür, dass dies hier so gut gelingt, bedanke ich mich im Namen der Caritas sehr!”

Ebenso dankte Sollfrank allen Beteiligten aus der Politik, den Künstlern, Architekten und den an Planung und Bau Involvierten sowie dem treibenden Pfarrer Andreas Christian Jaster, der nun die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses und ihre Angehörigen seelsorgerisch begleite. An Erzbischof Marx gewandt, sagte er: „Ihre Anwesenheit heute bedeutet uns sehr viel. Es zeigt uns allen – Bewohnern, Mitarbeitenden und Politikern – dass die gute Versorgung der Bevölkerung mit sozialen Angeboten für die Kirche Priorität hat – und gesamtgesellschaftlich Priorität haben muss!” Hohe Wertschätzung brachte er den Mitarbeitenden entgegen: „Sie alle machen die Einrichtung zu einem offenen, lebendigen Ort, einem Ort des vielfältigen Miteinanders und der persönlichen Entfaltung.” Das geschehe nicht von selbst, sondern müsse täglich neu geschaffen werden.

Attraktiver Lebensraum – bitte weitersagen

Oberbürgermeister Andreas Haas begrüßte, dass die Caritas mit dem neuen Haus dazu beitrage, dass die Stadt Germering ein attraktiver Lebensraum und Lebensmittelpunkt auch für ältere Menschen sei. Beeindruckt war er von der professionellen Ruhe gewesen, die das Personal bei einem jüngst „wegen verbrannter Würstl“ ausgelösten Feueralarms ausgestrahlt hätte. Dr. Michael Schanderl, stellvertretender Landrat von Fürstenfeldbruck, bat Bewohner, Mitarbeitende und Gäste, das positive Gemeinschaftsgefühl des Hauses nach außen zu tragen, auch, um potenziellen Bewohnern die Angst vor einem Einzug ins Pflegeheim zu nehmen. Bewohnerin Ursula Vogtmann, deren Mutter schon im alten Haus Don Bosco 19 schöne Jahre verlebt hatte, drückte es so aus: „Wir sind alle eine große Familie.“

Die Eckdaten

Das Caritas Haus Don Bosco bietet eine vollstationäre Pflege mit 64 Plätzen, aufgeteilt in vier Wohngruppen, Betreutes Wohnen mit 67 Wohnungen, eine solitäre Tagespflege mit 25 Plätzen (wird im Februar 2024 eröffnet) sowie einen ambulanten Pflegedienst für die Mieter/-innen im Betreuten Wohnen.

Das barrierefreie Gebäude, dessen Dach begrünt ist, umfasst eine Fläche von über 10.000 Quadratmetern mit zahlreichen Begegnungsstätten wie eine hauseigene Kapelle und eine Cafeteria. Aktuell arbeiten 55 Beschäftigte in Pflege, Verwaltung und Hauswirtschaft. (beb)

 

Mehr Infos unter www.caritas-nah-am-nächsten.de und www.caritas-altenheim-germering.de.

 

von Bettina Bäumlisberger | Pressestelle

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Bettina Bäumlisberger

Bettina Bäumlisberger - Pressesprecherin & Leitung Pressestelle | © Marcus Schlaf
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin Portal Aktuelles und Themen | Caritas München und Oberbayern